Wettergeschützt durch die kalte Jahreszeit

Mantel für den Hund?

Muss ein Hund gegen Wind und Regen geschützt werden und benötigt daher einen Mantel? Eine schwer umstrittene Frage, die zumindest hier auch oft auf Unverständnis stößt. Nachdem mein Hund letztes Jahr bei -10 ° – ein Schäferhund-Husky-Mix – den Grundgehorsam auf dem Platz und die Gassigänge schlichtweg verweigert hat, musste eine Lösung her. An der Erziehung lag es nicht, ihm war einfach nur zu kalt.

Klare Ansage

Vom Huskyfell hat er leider weniger abbekommen, dafür mehr vom belgischen Schäferhund und vom Spaniel, also eher kurz. Bis dahin gingen meine Gedanken auch eher dahin, das mein Hund keinen Mantel braucht, ist er doch schließlich ein Hund und mit der Haarlänge müsste das doch passen! Doch mein Hund gab mir klar zu verstehen, das sich definitiv was ändern musste, wenn er mich weiterhin auf den Draussenrunden begleiten solle.

Shopping für den Hund

Als braves, unterwürfiges Frauchen ging ich also los in den ortsansässigen Allroundladen für Tiere und ging die Gänge ab auf der Suche nach Wintermänteln. Ich wurde schnell fündig, doch da kamen dann weitere Probleme auf mich zu, die es zu beachten galt. Sollte es ein Mantel werden, bei dem er nur mit dem Kopf durch muß? Oder wäre mit einem Bein auch noch akzeptabel? Wenn das Geschirr unter der Decke lag, gab es eine Öffnung um die Leine einzuhaken? War der Verschluß um den Bauch herum richtig platziert, ich habe schließlich einen Rüden? 🙂 Fragen über Fragen.

Modell-Auswahl

Aber es gibt ja die netten Verkäufer, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ich ging also mit 2 Modellen wieder heraus und testete am nächsten Tag. Schon beim Anziehen von Variante eins war es irgendwie komisch. Die Rückenlänge passte, aber dennoch ging der ganze Mantel nicht körperkonform mit meinem Hund. Beim Laufen sah es also irrwitzig aus, was mein Hund mit seinen Beinen da anstellte. In Ruhe Pinkeln? Fehlanzeige.

Also gut zweites Modell auf den Hund gepackt. Sah schon besser aus, ließ sich auch gut schließen und die Leine ließ sich auch einhaken. Ich ging also los und dachte, hey super könnte klappen. Doch schon nach dem ersten Baum, schmiss sich mein Hund auf den Boden und ich dachte schon ich hätte ihm irgendwo etwas beim Verschließen eingeklemmt. Aber es war nichts zu sehen, also weiter. Nach den nächsten paar Schritten schmiss er sich wieder hin. Ich ging um den Hund herum, teste nochmal alles ob es saß. Sah gut aus, bis ich – und darauf hatte ich natürlich nicht geschaut – entdeckte, das natürlich der „Bauchlappen“ wieder mal bis über das beste Stück ging und Hund die Decke eingepinkelt hatte. Mit nassem Bauch würde ich auch nicht weiterlaufen wollen.

Rückgabe, frisch gewaschen

Also Decke ab, nach Hause und beide Decken in die Waschmaschine und am nächsten Tag zurück gebracht. Tja und so hab ich ewig rumgedoktort an irgendwelchen Decken, das der Winter dann auch schon vorbei war. Aber der Winter kommt ja immer wieder. Den Frühling, Sommer und Herbst ließ ich mir also Zeit abzuwägen, was ich den kommenden Winter nun mache, damit mein Hund auch bei Minusgraden, Wind und Sturm wieder mit Gassi kommt.
Zum Glück ergab sich über mein neues Berufsbild eine Kooperation mit Dog It Out – Nähkram für den Hund.

Kooperation und Glückstreffer

Isabelle näht glaube ich so ziemlich alles für den Hund, in verschiedenen Stoffen und Farben. Und da ich zwei so Reinfälle mit den Mänteln hatte, beschloß ich einen nähen zu lassen. Der musste dann einfach passen, ausser ich würde mich vermessen. Doch Isabelle hatte eine super gute Anleitung auf Youtube eingestellt, die es vereinfachte die richtigen Maße zu finden. Kurzum war Tabu vermessen, der Stoff und die Farbe ausgesucht.

Da Tabu nun schon Unterwolle hat und nicht komplett nackig hier rum läuft, entschied ich mich für einen Softshell Hoodie. So wäre er gegen Wind und Regen geschützt. Und da Frau und Hund von Welt natürlich auch aufs Outfit schauen, mussten die Farben angepasst werden. Also gab es den Hoodie in schwarz mit lila Bündchen. Da wir einen eher milden Winter hier hatten, ging meine Bestellung erst gen Ende Dezember raus. Genäht war das Ganze von Isabelle aber ratzfatz, so daß wir noch vor dem Jahreswechsel nun anständige Gassigänge zum Besten geben können.

Tragen Eure Hunde auch Mäntel, Hoodies oder ähnliches? Und wie steht ihr dazu? Mantel, ja oder nein? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

Liebe Grüße

Eure Melanie

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3 Kommentare

  1. I.d.R. ziehe ich Jenna den Mantel an wenn es richtig kalt oder eckelig nasskalt ist. Sie ist ja auch Kurzhaar, aber bei ihr ist es nicht so das sie friert, sondern eher wegen ihrem Rücken womit sie ja gerne Probleme hat. Ein Softshellmantel mit Flies innen hat sich sehr gut bewerht. Hält warm und trocken. Jenna übte damit vor Jahren den Hardcoretest aus indem sie samt Mantel ins Wasser hüpfte.

    1. Softshell haben wir auch, aber nicht nochmal gefüttert, da Tabu ja nicht komplett Kurzhaar ist. Aber man merkt schon wenn es ihm unmuckelig draussen ist, läuft er mit Softshell besser. Aber eben auch nur wenn super kalt oder so wie du geschrieben hast, ekelig nasskalt. Mit Mantel ins Wasser? 😀 Respekt, dann ist doch erst recht kalt 🙂

      1. Ja das ist Jahre her, da war sie in einer sehr glücklichen Situation. ABER der Mantel hat definitiv den Test bestanden, denn unter dem blieb sie Furztrocken.

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