Tor-Session – wenn der Hund zum Flummi wird

Tor-Session.jpgIch habe vor einiger Zeit ja mal angefangen unsere Baustellen mit Tabu aufzulisten (diese findet ihr hier) und darüber Beiträge zu schreiben. Durch Krankheit gebeutelt musste ich damit pausieren und werde dies nun weiter führen. Heute geht es um ein Problem, welches bei Tabu erst dreijährig auftauchte und welches wir bis heute (er wird nun 4 diesen Monat) nicht geregelt bekommen.

Tabu kam, wie einige von Euch wissen, 2 1/2 jährig zu uns. Sicher waren am Anfang Grundgehorsam, Leinenführigkeit usw. auf der Tagesliste. Und dann kam aber mit Beginn des Altersumschwunges auf 3 Jahre ein neues Anliegen hinzu.
Tabu fing plötzlich an drei andere Rüden aus unserem Ort anzupöbeln, mit denen wir zuvor friedlich immer Gassi gegangen waren. Es ging los mit Bürste stellen, erhobener Rute und brummend auf den „Gegner“ zuspringen.

Draussen ließ sich dies ja relativ gut umgehen…genau nicht regeln, sondern umgehen. Wir haben versucht über die Felder einen großen Bogen zu laufen und nach einiger Zei die Distanz zu verringern. Bei 2 von 3 Rüden klappte dies auch relativ bald danach, nur beim 3. nicht. Und genau dieser löst bei Tabu ein solch aggressives Imponierverhalten aus, das ich hoffe wenn die beiden 4 werden, sie etwas zur Besinnung kommen.

Nun studiere ich ja aktuell Tierpsychologie und konnte darüber auch schon vieles lesen und umsetzen, was mir vorher nicht klar war. Ich weiß nun warum er sich so verhält (anhand der Körpersprache- und Mimik), aber es gibt ja noch das Tor-Session-Problem.
Sein Feind und er sind eben 2 Rüden, gleichen Alters. Tabu ein Husky-Schäfer-Mix, der andere ein Beagle. Der Beagle wurde von Welpe an erzogen und orientiert sich viel an seinem Herrchen. Tabu mit Vorgeschichte und 2 1/2 jährig roh, tut dies in entspannten Situationen auch, aber in aufregenden oder aufreibenden eben noch nicht.

Da wird der Hund am Tor zum Flummi.

Unser Tor ist hoch genug, das er ansich nicht drüber kommt. Aber mein Hund ist ja nicht blöd. Der springt einfach hoch und stützt sich mit den Hinterfüssen an den Streben ab. Er kommt dann nach wie vor nicht rüber, aber schön ist anders. Es laufen auch die anderen 2 Rüden an unserem Tor vorbei, bei denen er nur imponiert und zeigt was er für ein toller Hecht ist. Doch beim Beagle dreht er komplett ab.

Meistens blockiere ich ihn dann vorne am Tor und schicke ihn weg, da ich nicht möchte das er am Tor hochspringt (Und nur darum geht es. Er kann von mir aus vorne brummeln, imponieren und sich verhalten wie ein Meerschweinchen, aber am Tor hochspringen ist nicht). Doch man ist ja auch nicht immer parat, da die Gassizeiten des Beagle auch variieren.

Also was tun mit meinem Flummi-Monster? Habt ihr Tipps oder Ideen? Hattet ihr so einen Fall schon und falls ja, wie seid ihr ihn angegangen?

Liebe Grüße

Melanie

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2 Kommentare

  1. Ein schöner Beitrag! Diese Zaunproblematik kennen wir auch. Da Kalle sich da extrem hineinsteigert, kann ich das gar nicht zulassen. Ich hatte ihn anfangs lange an der Schleppleine im Garten, und noch immer ist er dort nie unbeaufsichtigt und ich unterbreche es sofort, wenn er grummelnd zum Zaun läuft. Wenn er allerdings nur „normales“ Revierverhalten zeigen würde, wäre es wahrscheinlich anders…

    Liebe Grüße,
    Nora

    1. Hallo Nora,

      das mit der Schleppi haben wir anfangs auch gemacht. Er rennt ja auch quasi nur wie von der Tarantel gestochen nach vorne stänkern, wenn DER FEIND kommt. Nur Tabu schnallt das Unterbrechen irgendwie im Moment wenn man es tut schon, manchmal werd ich dann auch angegrummelt, aber kurz danach schaltet er wieder auf Durchzug. Hab da noch keine Lösung für irgendwie. Manchmal ist er doch alleine draussen, da ich zu arbeiten habe. Wobei ich aktuell überlege nach der großen Gassirunde ob er während der Arbeit dann einfach mal drinnen bleibt und ich am Nachmittag nochmal unter Aufsicht mit raus gehe. Gar nicht so einfach.

      Liebe Grüße
      Melanie

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