Tabus Trick-Kiste:“Stop“

StopAm Anfang haben wir mit Tabu viel an der Schleppleine zur Bindungsarbeit trainiert, da war das Kommando „Stop“ noch garnicht so recht in unseren Köpfen. Doch je weiter man mit dem Training fortschritt und man auch mal an kurzer Leine lief bzw. mit der Schleppleine auf Anschlag, kam dieses Kommando immer mehr in den Vordergrund. Warum? Naja ich fand es nicht so prickelnd dem Hund quasi hinterher zufliegen, wenn er vorne zog. Auf der anderen Seite überqueren wir auch oft Bahngleise und sind an Straßen unterwegs. Da ist „Stop“ inzwischen schon recht essentiell.

Nun wollen wir Euch aber erklären,  wie wir dieses Kommando aufgebaut haben.

Ihr benötigt:

* natürlich wieder den Hund
* erstmal eine kurze (2 Meter) Leine
* Lieblingsleckerlis
* Euch selbst
* Stimme
* ggf. Hände

Ich habe damit begonnen während der Gassirunde zwischendurch immer mal das Markerwort „Stop“ fallen zu lassen und dabei stehen zu bleiben. Dies haben wir so oft wiederholt bis Tabu bei Stop stehen blieb, ohne das die Leine ständig auf Zug war. Dies ging eigentlich relativ zügig. Natürlich wurde unmittelbar danach immer mit dem Leckerli belohnt. Während wir standen habe ich dann gewartet, bis Tabus Aufmerksamkeit wieder bei mir war und hab ihn mit „Hier“ (kommt bald die „Anleitung“) zu mir gerufen und auch dafür gelobt.

Je mehr wir dieses Stop-Hier-Training durchführten, umso mehr klappte es, das die Leine immer lockerer blieb. Nun weiß ich durch das Tierpsychologie-Studium auch, das Hunde schneller und besser lernen, wenn sie

a) ausgeruht sind
b) neuen, anderen Umweltreizen ausgesetzt sind

Also trainieren wir auch immer mal wieder an anderen Stellen/Orten. Denn wenn es vor der Haustür klappt, heißt es nicht, das es auf dem Feld z.B. auch funktioniert. Also übt einfach wo ihr geht und steht mit dem Hund. Bei uns ist es auf dem Feld, auf dem Feldweg den wir laufen, im Naturschutzgebiet, an den Bahngleisen oder wenn Wild den Weg kreuzt.

An der Leine ist das Ganze ja noch weniger dramatisch, denn die Sicherheit ist immer gegeben. Doch im Freilauf kann das Kommando „Stop“ auch wirklich wichtig werden. Wenn der Hund sich zu weit entfernt z.B. oder ein anderer Hund kommt und man seinen eigenen dann wieder anleinen möchte, ohne das dieser gleich los düst.

Wir sind mit unserem Training auch weiterhin mittendrin, denn man kann das Kommando ja ziemlich ausweiten und auf verschiedene Situationen anwenden.

Also ran ans Kommando und die Welt entdeckt! 🙂

Liebe Grüße

Melanie

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2 Kommentare

  1. Oh ja, ich finde Stop einfach unerlässlich. Da wir dank Pubertät gerade einige Kommandos wieder neu lernen, sind wir auch gerade wieder am Stop. Spannenderweise ist das eins von Yunas Vorzeigekommandos. Eins von denen die sie am liebsten befolgt. An der Straße, vor Wegkreuzung, wenn Fahrradfahrer vorbei fahren, etc. Uns hilft das Stop beispielsweise auch, wenn uns ein anderer Hund entgegen kommt und ich sie anleinen muss. Rückruf klappt dann meistens nicht ( da müsste man sich ja auch vom Reiz wegdrehen). Stop dagegen klappt sehr häufig.
    Euch weiter viel Spaß beim trainieren.

    1. Hallo Steffi,

      es ist auch bei uns wirklich wichtig geworden, da wir oft mit der Schleppi unterwegs sind. Allerdings klappt Stop bei anderen Hunden (vor allem wenn der Feind naht) noch nicht. Irgendwie scheint er mit seinen 4 Jahren gerade noch andere Dinge auszufechten…

      LG
      Melanie

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