Tabus Trick-Kiste „Bleib“

BleibAls wir mit Tabu anfingen zu trainieren – da war er 2 1/2 Jahre alt – fingen wir von ziemlich null an. Sitz und Platz waren ihm schnell geläufig, doch es stellte sich auch recht fix heraus, das es ein Zwischenkommando noch geben musste. Warum? Das erkläre ich Euch gerne. In Tabus Fall war es so, das er in seinem „vorigen Leben“ nicht viel Auslauf hatte und somit erstmal alles nachholen wollte. So schien es zumindest, wenn ich mir die Bilder von vor 1 1/2 Jahren anschaue. Ebenso war es beim Training. Sitz, Aufstehen, Platz, Aufstehen, Rumhümpfen usw. Es schien als wolle er alles auf einmal können und umsetzen. Also kam das Kommando „Bleib“ in unser Leben. Mit „Bleib“ war er nun ein Stück weit gezwungen, die Pfoten auch mal kurz still zu halten. Inzwischen ist er total relaxed und sehnt sich eher nach den „Bleib“-Momenten.

Wie wir das Kommando „Bleib“ aufgebaut haben, beschreiben wir Euch jetzt 🙂 Viel Spaß.

Ihr benötigt für den Kommando-Aufbau:

* den Hund natürlich
* das Lieblingsleckerli
* Eure Stimme
* Eure Hände

Wir haben das Kommando „Bleib“ eigentlich nur in Verbindung mit „Sitz“ oder Platz“. Wer hier noch am Anfang steht, kann unter den jeweiligen Wörtern unsere entsprechende Anleitung für den Aufbau nachlesen.

Ihr bringt Euren Hund vor Euch erst einmal ins Sitz oder Platz. Ich persönlich würde mit Sitz anfangen und später auf Platz erweitern. Wer hier schon fortgeschrittener ist, kann natürlich auch mit Platz anfangen.

Nun sagt ihr dem Hund das Wort „Bleib“, geht einen Schritt zurück und gleich wieder auf den Hund zu. Ist er sitzen bzw. liegen geblieben, gibt es sofort ein Lob und ein Leckerli. Dies baut ihr nun soweit aus, das ihr immer einen Schritt weiter zurück geht. Wiederholt die Schrittstufen aber solange, bis der Hund sie verinnerlicht hat. Seid ihr z.B. bei 5 Schritten und der Hund steht auf bevor ihr wieder bei ihm seid, korrigiert ihn. Bringt ihn wieder zum Ausgangspunkt zurück, lasst ihn wieder sitzen oder Platz machen und geht diesmal nur 1-2 Schritte zurück und wieder hin. Klappt dies gut, gleich wieder loben.

Niemals schimpfen, wenn es nicht klappt. Der Hund reagiert auf Euch und da wir auch nur Menschen sind, machen wir vielleicht dazwischen eine Geste oder drehen den Kopf oder ähnliches, was für den Hund in Verbindung mit dem Kommando nicht sinnig erscheint. Also habt Geduld und versucht es einfach immer wieder.

Wer bei Sitz angefangen hat, kann dies im Platz fortführen. Dort funktioniert es genauso. Immer in kleinen Schritten anfangen und diese dann erweitern. Man kann dies auch mit Freunden zusammen üben, die vielleicht auch Hunde haben, das macht auf jeden Fall Spaß. Lasst die Hunde sich absetzen oder ablegen und lauft in die Mitte des Kreises den ihr zuvor gebildet habt. Dann geht ihr zu den Hunden zurück und lobt sie.

Oder ihr lasst sie irgendwo absitzen oder abliegen, geht woanders hin und ruft sie zu Euch. Ein „Bleib“ in Sitz oder Platz ist auch hilfreich, wenn man auf den Gassirunden z.B. Leckerlis zum Suchen verstecken möchte oder den Dummy. Der Hund sollte dann warten, bis ihr mit dem Verstecken fertig seid, bevor er lossuchen darf.

Gönnt Euren Hunden (bei Erwachsenen) nach 10 Minuten mal eine Pause, bevor ihr weiter macht. Länger als 30 Minuten gesamt würde ich persönlich nicht machen, denn der Hund schaltet irgedwann den Infokanal ab und dann passieren Fehler oder Mißverständnisse. Beendet das Training immer mit etwas Positivem. Ob es ein Spiel ist oder ein Kommando das der Hund bereits gut kann. Gebt ihm das Gefühl alles super gemacht zu haben 🙂

Nun viel Spaß beim Trainieren und bis zum nächsten Mal.

Liebe Grüße

Melanie

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