Natürlicher Schutz gegen Zecken und Parasiten

Natürlicher Schutz gegen Zecken und Parasiten. Genüsslich warten sie schon auf ihren Auftritt unsere Vierbeiner wieder zu pisacken. Doch wir wollen den Zecken zuvor kommen. Haben wir schließlich nebst Hund auch noch zwei Kinder zu Hause. Mit Zecken haben wir da schon so unsere Erfahrungen gemacht und ehrlich gesagt, möchte ich nicht nochmal. Zecke auf dem Augenlid oder in der Fontanelle, nein danke. Auch Tabu hat sich vor 2 Jahren eine rausgebissen und das Ganze hat sich dann entzündet. Also habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie man die Zecken ärgern kann das sie uns mehr in Ruhe lassen. Und das Ganze ohne Chemiekeule.

Spot on

Ein Arzneimittel zum Aufträufeln auf die Haut. Dieses Mittel vermischt sich mit dem Hauttalg, der das Ganze dann über den Körper verteilt. Sollten Flöhe, Zecken oder andere Parasiten nun „anbeissen“, werden sie vom Wirkstoff durch eine Überreaktion abgetötet. Inhaltsstoffe von einem Spot on sind z.B.

Fipronil = Kontaktgift
Imidacloprid = Insektizid
Delthametrin = Insektizid
Flumethrin – Antiparasitikum
Permethrin – Kontakt- und Fraßgift

So aufgedröselt klingt das nach der super Chemiekeule. Und auf der anderen Seite packe ich quasi Giftstoffe auf meinen Hund, damit dann andere Lebewesen abgetötet werden. Man soll den Hund nach dem Auftragen auch 48h nicht baden bzw. baden lassen. Es verkürze die Wirkungsdauer von sonst üblichen 4-6 Wochen. Auch streicheln ist die ersten 24h nicht anzuraten (gerade bei Kindern). Tja, man zeige mir einen Hundehalter mit Herz der es schafft, seinen Hund 24h lang nicht anzufassen. Oder die andere Seite Hundehalter, die auf alles nichts geben und den Hund dennoch vor Ablauf der 48h schwimmen schicken. Hat ja sicher seine Gründe warum das alles da in der Verpackungsbeilage steht.

Fazit für uns: Nein Danke! Ich vergifte meinen Hund nicht um o.g. Begleiter abzutöten. Des Weiteren ist es eben nicht möglich sowohl durch mich als auch durch die Kinder den Hund 24h lang nicht anzufassen. Nicht baden gehen okay das ginge noch, ist ja noch Winter. Doch eine Zahl lässt mich dabei auch nicht in Ruhe und zwar, das es 4-6 Wochen hält, man aber nur 48h mit Berührung (womit auch immer) aufpassen soll. Ach und fast vergessen, der Hund darf es auch nicht ablecken. Um Himmels willen und nochmals nein Danke 🙂

Kautabletten gegen Flöhe, Zecken und Milben

Liest sich ähnlich wie das Spot on, nur das ich meinen Hund diesmal nicht äußerlich einem Kontaktgift aussetze, sondern innerlich. Die Wirkungsstoffe wandern im Körper in die Bereiche Leber, Niere und Muskeln. Von dort entsteht die Wirkung nach außen, so daß „anbeißende“ Blutsauger erst nach dem andocken abgetötet werden. Geworben wird damit, das man nicht wie beim Spot on eine gewisse Zeit abwarten muss bevor man sich seinem Tier wieder „nähern“ darf. Da es ja innerlich verabreicht wird besteht keine Gefahr des Kuschel- oder Badeentzuges. Aber weiß man, ob es bei einem innerlich verarbreichten Kontaktgift unter Umständen längerfristige Nebenwirkungen geben kann? Damit die Tiere die Tablette auch mit Freude runterschlucken, werden diese mit Aroma- und Süßungsstoffen versetzt. Aus meiner Kindheit weiß ich, das Medizin die super geschmeckt hat eigentlich immer wenig hilfreich war. Schmeckte sie hingegen wirklich widerlich war man im Handumdrehen wieder fit.

Fazit für uns: Auch hier für uns ein klares nein. Man achtet beim Hund doch wirklich auf jeden Kleinigkeit. Sei es das Fressen, das er gemütlich und entspannt schlafen kann, das er ausgelastet ist und Spaß an der Familie hat. Beim Fressen ist es bei uns so, das Tabu biologisch ernährt wird so wie wir das auch selbst handhaben. Fleisch vom Schlachter des Vertrauens und Gemüse/Obst in Bioqualität. Da verabreiche ich ihm keine Kautabletten, die in seinem Körper ein Kontaktgift freisetzen.

Zeckenhalsbänder

Auch diese Variante liest sich für uns wirklich Respekt einflößend. Das Zeckenhalsband enthält ein Nervengift, das in regelmäßigen Abständen abgegeben wird und seine Anzapfer über die Haut lähmt und abtötet. Also wieder Gift. Aber nun kommt eben der Haken. Da „Freund“ Halsband keinen Unterschied macht ob nun Hund, Kind, Zecke oder Frauchen da ran kommt ist es für Welpen, ältere  Hunde, Hunde mit offenen Wunden und Hunde die oft gestreichelt werden schonmal nicht geeignet. Auch soll man nach dem Anlegen des Halsbandes sofort gründlichst die Hände waschen, da das Nervengift eben jeden treffen kann. Juchu 🙂 Auch beim Baden sollte man das Halsband abnehmen, da die in den Gewässer lebenden Tiere sonst auch gleich mit dahin sind. Wenn die Wirkung nach ein paar Monaten nachlässt soll man sie unbedingt in den Müll schmeissen. Ach was. Ich dachte die kompostieren sich anschließend selbst.

Fazit von uns: Auch hier ein klares Nein. Wir haben eine 4 jährige Tochter und einen Wasserhund, mehr muß ich dazu nicht schreiben.

 


Alternative Möglichkeiten und ob sie funktionieren?

Gibt es denn nichts Alternatives zu den ganzen Chemiekeulen, die

a) die Tiere ggf. längerfristig mit Nebenwirkungen schädigen
b) einen schon fast in Angst und Schrecken versetzten wenn man versehentlich mal damit in Berührung kommt und
c) sicherlich auch nicht vorteilhaft für Mutter Natur sind. Denn viele Wirkungsstoffe davon werden auch auf den Feldern genutzt, machen die Böden kaputt und unsere Umwelt gleich mit.

Also mal weiterforsten nach anderen, ökologischeren Möglichkeiten.

Natürliche Abwehr gegen Zecken und Parasiten

Bernsteinkette

Hey, die hatten wir bei unseren Kindern auch als sie gezahnt haben. War ne tolle Sache, aber ob sie beim Hund gegen Zecken hilft? Ich bewege mich gerne mit alternativen Bereich und weiß das gewisse Steine auch ihre natürlichen Informationen mit sich bringen, die wirklich helfen können. So wird bei der Bernsteinkette gesagt, das die Reibung zwischen Fell und Bernstein aromatische Terpene freisetzt, die von den Blutsaugern nicht wirklich als einladend angenommen werden. Des Weiteren sorgt die Reibung zwischen Fell und Bernstein für Elektrizität, so daß sich die Parasiten nicht festhalten können. Ob den Hunden dabei die Haare zu Berge stehen? 🙂 Wichtig hierbei ist, das die Kette aus unpoliertem Bernstein besteht und gewechselt wird, sobald die Steine durch die Reibung vollständig poliert sind.

Fazit von uns:  Wir haben Sie letztes Jahr (2018) getestet. Im Vergleich war es total genial.  Denn statt 20 Zecken an einem Wochenende, waren es nur 3. Ob es nun ein zeckenarmes Jahr war keine Ahnung. Aber wir werden es 2019 ebenfalls nochmal probieren. Tabu hatte zur Primetime der Zecke wie gesagt kaum welche und als es abflaute, gar keine mehr. Also in Summe perfektes 2018.

Kokosöl

Im letzten Jahr hörten wir verstärkt von Kokosöl als Zeckenabwehrstoff. Es wurde auch innerfamiliär getestet (aber noch nicht bei Tabu).  Aber vorweg ein paar Informationen. Das Kokosöl enthält Laurinsäure (60%), die den Zecken nicht so sehr zu munden scheint. Eingerieben ins Fell oder auf die Haut, sollen Zecken selbst wenn sie anbeissen schnell wieder los lassen. Die Anwendung besagt, das man den Hund an den Stellen einreiben soll, die häufig befallen werden. Hier mußte ich dann etwas schmunzeln, denn nach der Richtlinie wäre Tabu dann kein Husky-Schäfer-Mix mehr sondern ein Speckig-Schmalz-Mix. Bei Tabu gibt es irgendwie keine bestimmte Stelle, an die sie NICHT ran gehen (okay die Rute aber…). Man kennt ja die üblichen Stellen wie, hinter dem Ohr, an der Schulter, im Nacken. Doch Tabu hat sie eben auch am Maul, am Auge, auf dem Rücken usw. Ich müsste ihn wahrscheinlich einmal komplett einschmieren. Naja ein Speckig-Schmalz-Mix dann eben, aber wenigstens gut riechend.

Entfernen oder Dranlassen

Dann gibt es noch diejenigen wie mich, die mit der Zeckenkarte die lästigen Biester einfach entfernen. In ein Küchentuch eingewickelt und in die Zeckentasse gelegt, werden sie einfach gebrutzelt. Wenn es in der Tasse ein leises „Knack“ verlauten lässt ist mein Seelenfrieden wieder hergestellt. Ja die Zecke ist auch ein Tier und hat ihre Lebensberechtigung….bestimmt….irgendwie. Aber ich habe neben Hund auch 2 Kinder zu Hause und gerade bei der Kleinen hat mich eine Zecke damals schon fast aus dem Ruder geworfen. Diese hatte sich nämlich als die Kleine 6 Monate alt war in der Fontanelle festgebissen. Krankenhaus und Riesenpinzette sei Dank, war sie dann auch mit Kopf wieder draussen, aber schön wars nicht. Also werden die Biester hier gnadenlos „entsorgt“ und wenn sie Glück haben, sehe ich sie vorher beim Absuchen von Tabu, sammle sie ab und entlasse sie weit weg von uns wieder in die Natur.

Es gibt auch diejenigen unter uns, die die Zecken einfach dran lassen und warten bis sie von alleine abfallen. Auch ne Möglichkeit. Kein Stress für das Tier, kein Stress für die Zecke, alle glücklich. Doch in einem Kinderhaushalt ist mir das nichts. Denn dieses kleine etwas krabbelt dann irgendwo herum, sucht sich den Nächsten oder wenn sie Pech hat wird sie platt getrampelt und hinterlässt hübsche Spuren auf den Fliesen. Ekelhaft.

Also werden wir dieses Jahr weiter entfernen und zusätzlich zur Bernsteinkette das Kokosöl testen. Sicherlich wird es dann einen Bericht darüber geben, wie wir damit gefahren sind 🙂

Wie geht ihr mit dem Thema Zecken um?

Liebe Grüße

Melanie

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6 Kommentare

  1. Ich muss gestehen, wir haben recht wenig Probleme mit Zecken – im letzten Jahr glaube ich hatten wir auf beiden Hunden zusammen 3 oder 4 Stück.
    Wir setzen hier auf wenig Chemie – bei uns wir Kokosöl auf die Pfoten geschmiert, es gibt täglich Kekse mit Kokosflocken, Kräutern und Knoblauch und ich sprühe meine Schuhe und die Halsbänder / Geschirre / Leinen regelmäßig jede Woche einmal mit Ballistol Stichfrei ein.

    Allerdings kann ich nicht sagen, ob diese Mittel helfen oder ob wir generell wenig Zecken hier haben 😉

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow

    1. Hallo ihr 3,

      das klingt super bei Euch, das es a) so wenig Zeckenbefall gibt und b) was ihr generell so macht bevor ihr Gassi geht. Da bei uns der Befall im letzten Jahr recht krass war (in 1 Woche waren auf einem Hund 20 Stück gesamt) möchte ich das dieses Jahr nicht nochmal haben 🙂 Auch wegen der Kinder und der Belastung für den Hund. Daher testen wir das mal mit der Bernsteinkette 🙂

      Liebe Grüße
      Melanie & Tabu

  2. Wir hatten letztes Jahr auch fast keine Probleme mit Zecken. Anfang des Jahres bekam er 1x Spot-on, was aber nicht wirklich half. Ich war dann von Chemie geheilt, auch weil beide Enkelkinder mehrmals die Woche bei uns waren.
    Schwarzkümmelöl war eigentlich meine erste Wahl, ich traute der Geschichte aber nicht wegen den Nebenwirkungen / Leber. So blieb die Flasche ungeöffnet im Schrank.
    Beim Labrador half Kokosöl, nein, nicht eingeschmiert sondern täglich einen Kaffeelöffel auf sein Futter. Zecken ade!
    In der Zwischenzeit haben wir einen Border-Collie der auch nur Kokosöl in’s Futter bekam. In seinen 8 Monaten bisher nur 1 Zecke. Mal schauen wie’s im Frühjahr wirkt. Inzwischen wird er gebarft, da gibt’s ja sowieso einige Zusätze.

  3. Liebe Melanie,

    es ist echt verrückt mit diesen Biestern 🙁

    Wir reiben Benji mit Kokosöl ein – auch nur eine kleine Erbse und dann gründlich über dem Hund verteilen. Dann sieht er auch nicht speckig aus. Zusätzlich erhält er alle drei Tage einen kleinen Spritzer Kümmelöl übers Fressen und EM-Keramik-Halsband. Dieses Jahr wollten wir auch mal eine Bernsteinkette probieren. In Hamburg gibt es nicht soo viele Zecken, aber in unserem Urlaub im Harz letztes Jahr waren wir sehr froh, dass wir ihn immer mit Kokosöl eingerieben haben, dann so konnten wir nach dem Spaziergang die Zecken einfach raus kämmen. Wenn sich doch mal eine fest gesaugt hatte – dann ging sie so super einfach wieder ab.

    Wenn man auf natürliche Dinge setzt, dann wird man sicher nie einen 100%igen Schutz haben, aber immerhin noch besser, als die Fellnase solcher Chemie auszusetzen.

    Liebe Grüße
    Manja und Benji

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