Natur im Napf | Natürliche Futterzusätze (Teil 1)

Kürzlich habe ich Euch berichtet, wie unsere Gartenplanung 2019 aussieht und das diese mehr dem Hund gewidmet wird. Wir wollen mehr in die Richtung natürliche Futterzusätze im Napf gehen. Warum? Na weil die Natur schon immer da war und abgeworfen hat, was man so benötigte. Back to the roots quasi. Nun bin ich während des aktuellen Herbstes durch die Gassirunden sowieso schon viel unterwegs und laufe die Runden im Wechsel ab, die das zu bieten haben was ich für Tabus Napf gerne haben möchte.

Was für Zusätze wir hier finden, wie wir sie verwenden und für was sie gut sind, verraten wir Euch heute (19.11.) und am Freitag (23.11.), da der Beitrag sonst ins Uferlose ausartet 🙂

Durch Julia von midoggy [Werbung] kamen wir dieses Jahr dazu, uns mal wieder mehr auf uns und unsere Umgebung zu besinnen. Nicht von A nach B und zurück zu hetzen, sondern das Leben im wahrsten Sinne des Wortes zu erleben. Und so ging ein Thema auch in Richtung natürliche Futterzusätze.  Gerade jetzt vom Herbst zum Frühjahr, kann man den Vierbeiner gut unterstützen. Wir nehmen doch im Herbst zum Beispiel auch mehr Vitamine und Mineralstoffe zu uns, um den Körper zu stärken. Also warum der Vierbeiner nicht?

Recherche

Also recherchierte ich und nahm das Wissen meines Studiums dazu um auf unseren Gassirunden zu sammeln, was Mutter Natur so zu geben hatte. Erstaunlich viel, musste ich feststellen. Und so nehme ich jetzt schon immer einen Beutel mit, falls mir wieder was in die Finger kommt, was ich für Tabus Napf nutzen könnte. In diesem Beitrag schreibe ich Euch mal nieder, was ich so sammle und wofür es gut ist.

Vorweg möchte ich aber folgende Dinge noch mitteilen:

  • Nie die ganze Pflanze abschneiden oder ausreissen, sondern nur das obere Drittel. So kann sich die Pflanze  nach und nach wieder erholen.
  • Nur gesunde Pflanz- oder Fruchtabschnitte mitnehmen
  • Informieren ob die zu sammelnden Pflanzen unter Naturschutz stehen
  • Nur soviel mitnehmen, wie man benötigt
  • Weniger ist mehr im Napf (mehr dazu am Ende des Beitrags)

Vorgehensweise

Die gesammelten Pflanzen und Früchte trockne ich immer für 3 Wochen (dann sind sie bei mir fertig) und vearbeite sie dann. Breit ausgelegt werden sie getrocknet, damit sie nicht faulen durch die noch vorhandene Feuchtigkeit.  Bei den Blättern mörsere ich das getrocknete Gut dann,  Pflanzen wie Schafgarbe zupfe ich nur klein und Fruchtstände zerteile ich einfach in der Hälfte. Und nun zu unserer Sammel-Liste:

Löwenzahn (wissenschaftlich: Taraxacum)

Löwenzahn hat eine blutreinigende Wirkung, fördert die Verdauung und unterstützt den Stoffwechsel. Sie wirkt zudem entgiftend. Beim pflücken sollte man darauf achten, das man Pflanzen mit kräftig gezahnten Blättern erwischt. Löwenzahn mit schwach ausgesprägten Blättern kann sehr stark überdüngt sein. Man kann die ganze Pflanze inklusive Wurzel verwenden und die Samen im Winter für die Vögel draussen gleich da lassen.

Brennessel (wissenschaftlich: Urtica)

Bevorzugt im Frühjahr zu zupfen, da die jungen Triebe einfach wirkungsvoller sind. Im Herbst schaue ich, das ich beim Zupfen nicht die ganze ollen großen Blätter mitnehme, sondern die zarten kleinen. Zudem nehme ich bei der Brennessel die Samen mit und mörsere sie zu Pulver, um sie mit in den Napf zu geben. Die Brennessel ist reich an Vitaminen und hat eine reinigende Wirkung in den Harnwegsbereichen. Sie fördert die Blutbildung und ist zugleich blutreinigend. Sie fördert den Stoffwechsel, entgiftet und und stärkt das Immunsystem. Allgemein gesagt, vitalisiert und verbessert sie das Allgemeinbefinden des Vierbeiners.

Zitronenmelisse (wissenschaftlich: Melissa officinalis)

Ein Kraut, welches man wohl eher im eigenen oder im Nachbargarten findet. Aber es lohnt sich es anzubauen, denn es wirkt beruhigend, antibakteriell und fördert die Verdauung. Zudem stärkt die Zitronenmelisse die Atemwege und beugt Mundgeruch beim Vierbeiner vor. Die Zitronenmelisse ist mehrjährig und mit dem richtigen Standort ist sie ein sehr ergiebiger Gartengenosse.

Schafgarbe (wissenschaftlich: Achillea)

Ich bin sowohl privat als auch für den Hundenapf schlichtweg begeistert von dieser Pflanze. Man findet sie, sofern man jetzt nicht direkt städtisch wohnt eigentlich überall. Sie ist super ergiebig und man kann ihr eigentlich nichts. Sie kommt jedes Jahr wieder, wenn man gut mit ihr umgeht. Die Schafgarbe fördert die Durchblutung der inneren Organe, pflegt und schützt die Schleimhäute. Auch sie wirkt verdauungsanregend, entgiftet und regt den Stoffwechsel an. Für den Mensch wird sie getrocknet und mit in die Teekräuter-Mischung gepackt. Sehr lecker, wie ich finde.

Thymian (wissenschaftlich: Thymus)

Auch eher ein Gartenbewohner mit großer Wirkung. Ich habe Thymian damals als Küchenkraut angepflanzt, aber inzwischen landet auch dieses Kraut in Tabus Napf. Thymian stärkt die Gelenke und tut der Haut gut. Auch die Atemwege und das Nervensystem werden vom Thymian geschützt und gepflegt. Zudem wirkt es verdauungsfördernd und antibiotisch. Auch bei Vierbeinern mit dem Hang zum Mundgeruch, kann man Thymian gut einsetzen.

Brombeerblätter (wissenschaftlich: Rubus fruticosus)

Tja dieses Jahr wusste ich von der Wirkung der Brombeerblätter noch nichts und habe die Brombeere wie jedes jahr einfach radikal im Garten zurückgeschnitten. Umso mehr habe ich mir im Nachhinein vor die Stirn gelangt. Die Blätter der Brombeere wirken blutreinigend und kurbeln allgemein des Organismus an. Zudem stärken sie die Atmewege und versorgen den Vierbeinerkörper mit Eisen. Also nächstes Jahr -> erst Blätter sammeln, dann zurückschneiden. Wenn ihr die Blätter wie ich dieses Jahr sammeln geht, nehmt auf jeden Fall dornenfeste Handschuhe und eine Schere mit! Die Blätter habe ich dann 3 Wochen getrocknet und anschließend die mittleren Dornstreben rausgetrennt vor dem mörsern. Dem Vierbeiner bringen die Wirkungsstoffe schließlich nichts, wenn die Dornen innerlich alles kaputt machen.

Fazit

Mit dem ersten Teil dieses Beitrages kann man schon wirklich viel im Napf anstellen und zufüttern. Wie oben geschrieben ist dabei jedoch weniger gleich mehr. Auch die Inhaltsstoffe der Pflanzen und Fruchtstände können bei einer Überdosierung eine negative Wirkung erreichen. Füttert man zuvieles gleichzeitig kann sich die Wirkung ebenfalls nicht gut entfalten.

Daher schaue ich, welche Wirkstoffe in welcher Pflanze vorhanden sind und versuche es auf der einen Seite abwechslungsreich darzureichen und auf der anderen Seite nicht mit zuviel gleichen Wirkstoffen. Im zweiten Beitrag schreibe ich Euch ein bis zwei Mischungen auf, die wir aktuell nutzen um gut durch den Winter zu kommen.

Viel Spaß beim Sammeln wünscht Euch

Eure Melanie & Tabu

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