Junghund und Kind – ein erzieherischer Kraftakt

Junghund und KindHeute wolen wir uns mal Tabus „Baustellen“ weiter widmen, blieben diese doch krankheitsbedingt ziemlich auf der Strecke. Diesmal geht es um das Zusammenleben von Junghund und Kind, in unserem Fall unser 9 jähriger Sohn. Als Tabu bei uns einzog, war unser Sohn 7 1/2 Jahre und Tabu 2 1/2 Jahre alt. Und warum sollte dies nun auch einfach werden? Scheinbar haben wir uns ein Leben ausgesucht, das nie langweilig wird und immer Anforderungen stellt 🙂
Unser Sohn war es nun gewohnt, das er mit dem Fahrrad, Roller etc. die Auffahrt hoch und runter pesen konnte und dabei eigentlich nur auf seine Schwester und den zweiten Hund auf dem Hof zu achten hatte. Nachdem Tabu nun also vor allem was 2–4 Räder hatte keine Furcht mehr hatte, fing das Dilemma eigentlich auch schon an. Aber es richtete sich nur gegen unseren Sohn. Wenn dieser nun in „ausreichendem“ Abstand an Tabu vorbei fuhr, fing Tabu an ihn zu maßregeln. Dies ging sogar soweit, das er ihn einmal in die Hose zwackte.

Wir waren in dieser  Zeit immer dabei um mit unserer Führungsqualität einzugreifen und Tabu begreiflich zu machen, das es nicht seine Aufgabe ist. Ein langer Weg wie sich herausstellen sollte. Auch verschiedene Methoden wurden angewandt, da ja jeder den man fragt etwas anderes erwidert. Also versuchten wir es erstmal mit Leine dran, während wir uns auf der Auffahrt bewegten um Tabu im rechtzeitigen Moment daran zu hindern. Dies geschah nun nicht über an der Leine reißen oder laut werden, sondern wir schlugen dann den entsprechend anderen Weg ein. Aber diese Methode fruchtete bei Tabu so gar nicht.

Die zweite Methode, die dann wirklich Wirkung zeigt war, das wir ihn direkt nachdem er gemaßregelt hatte rein ins Haus musste für kurze Zeit. Quasi eine kleine Auszeit für Nichtbenehmen. Nichtbenehmen klingt nun irgendwie doof, denn Tabu denkt ja er tut nichts falsches, sondern verhält sich hundisch. Aber da kommt nun wieder Familie und Hund zusammen, die sich an ein Regelkonzept halten müssen, damit man sich nicht gegenseitig zerfleischt wenns blöd wird. Und so mußte unser Sohn lernen, das er Tabu in dem Falle nicht gleich übermäßig anranzt und Tabu mußte lernen, das er diese Aufgabe abzugeben hatte.

Es hat ein Weilchen gedauert, aber inzwischen funktionierts auf der Auffahrt wieder harmonisch, auch mit Tabu. Gelegentlich huscht ihm nochmal etwas durch, wo wir ihn dann wieder erinnern das es nicht sein Aufgabengebiet ist. Nach der Ansage ist dann eigentlich auch wieder gut.

Wie ist das bei Euch mit Euren Hunden oder gewesen? War es für sie auch schwierig sich in ein neues Konzept „einzuarbeiten“ und wenn ja wie habt ihr es gelöst?

Liebe Grüße

Melanie

Sharing is caring 🙂

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.