Halsentzündung beim Hund | Gastartikel von Tierisch Gesundes

Vor zwei Wochen schrieb mir Martina von „Tierisch Gesundes“ , ob ich mir vorstellen könnte mit ihr zusammen etwas auf die Beine zu stellen. Unsere Themengebiete drehen sich beide um den Angelpunkt „Gesundheit Tier“. Und so kamen wir in dem gemeinsamen Schreibfluß zu dem Ergebnis, das es ab dieser Woche auch Gastbeiträge von ihr auf meinem Blog geben wird. Und mit dem ersten Thema fangen wir heute direkt an, denn bei den Wetterumschwüngen sind auch unsere Tiere mit betroffen. Viel Spaß beim Schmökern!

Halsentzündung beim Hund

Es ist doch jedes Jahr das Gleiche: Der Sommer verabschiedet sich und viel zu schnell wird es kalt, nass und schmuddelig. Trotzdem bleibt uns Hundehaltern nichts anderes übrig, als die Schuhe zu schnüren, die Leine in die Hand zu nehmen und mit dem mehr oder minder begeisterten Hundefreund nach draußen zu gehen. Obwohl die “Erkältung” nicht von der Kälte herrührt, kann sie natürlich das Immunsystem schwächen – und in der Folge kann es zu einer Gemeinsamkeit zwischen Mensch und Hund kommen: Der Halsentzündung. Diese tritt bei Hunden übrigens mindestens genauso häufig wie bei uns Zweibeinern auf. Werfen wir doch mal einen virtuellen Blick in den Hunderachen!

Halsentzündung beim Hund
Copyright by Martina „Tierisch Gesundes“

Der Abwehrmechanismus

Sowohl Mensch als auch Hund haben im hinteren Rachenraum Tonsillen (Mandeln). Beim Hund liegen diese auf beiden Seiten im hinteren Rachenbereich und sie werden zum lymphatischen System gezählt. Die aus Bindegewebe und Abwehrzellen bestehenden Mandeln sind die erste Anlaufstation für “eintreffende” Viren. Sofort beginnt der Organismus damit, die Keime zu bekämpfen – dieser “Kampf” hat meist eine Entzündung im Gepäck. Allerdings müssen es nicht immer nur Erkältungsviren sein, die zur Halsentzündung beim Hund führen, manchmal ergibt sich das Beschwerdebild der Mandelentzündung als eigenständige Erkrankung. Welpen und Junghunde scheinen hier etwas häufiger betroffen zu sein, doch auch “alte Hasen” können durchaus von einer Mandelentzündung betroffen sein.

Die Anzeichen

Vermutlich gucken die wenigsten Hundehalter ihrem Freund täglich ins Maul, um nach eventuellen Rötungen oder Schwellungen Ausschau zu halten. Das sollte aber spätestens dann geschehen, wenn der Hund auffällig häufig gähnt, speichelt, sich andauernd mit der Zunge über die Nase schleckt, auffällig oft zum Trinknapf wandert oder sich ohne Unterlass schüttelt. Manche Hunde halten nur den Kopf schief oder sie möchten sich das Halsband nicht anlegen lassen, manche wischen sich mit der Pfote über das Gesicht oder kratzen sich andauernd – Hunde sind wie wir Menschen auch, Individuen. Durch die Halsentzündung kann es vorkommen, dass es zu einem unangenehmen Maulgeruch kommt. Wie auch immer – sobald irgendetwas nicht zu stimmen scheint, geht man der Sache auf den Grund. Dumm natürlich, wenn man so einen “Ein-Indianer-kennt-keinen-Schmerz” zuhause sitzen hat, also ein Hund, der sich nichts anmerken lässt. Das macht es natürlich schwer, bis unmöglich, eine Halsentzündung zu erkennen.

Und dann?

Im Normalfall heilt so eine Halsentzündung beim Hund von selbst wieder ab. In Einzelfällen kann sich die Entzündung ausweiten, etwa weil das Immunsystem nicht voll auf dem Posten ist. Dann kann es im schlimmsten Fall zur bis zu Fieber, Mattigkeit, Erbrechen oder Futterverweigerung kommen.

Halsentzündung beim Hund
Copyright by Martina „Tierisch Gesundes“

Tierarzt ja oder nein?

Da ist wohl Intuition gefragt. Hat der Hund Schmerzen, ist der Rachenbereich dick, rot und/oder hat andere Auffälligkeiten, dann lieber einmal zu oft zum Tierarzt als einmal zu wenig. Verordnet der Tiermediziner eine medikamentöse Therapie, wird diese natürlich angewandt. Lautet sein Rat auf Schonung und Ruhe, gehst du nur kurz zum “Geschäfte-machen” mit ihm raus.

Was kannst du selbst tun?

Bei einer Halsentzündung sollte der Hals warm gehalten werden, ohne dass er eingeengt wird. Je nach Größe des Hundes kann man (bei einem kleinen Hund) eine Socke abschneiden, deren oberer Teil dem Hund als Halswärmer dient. Bei einem mittelgroßen Hund könnte das der Ärmel eines alten Pullis sein. Ansonsten tut es natürlich auch der gute, alte Schal.

Kein hartes Futter

Genauso wie bei uns Menschen verursacht auch beim Hund mit einer Halsentzündung der Schluckvorgang Schmerzen. Deswegen bleiben die harten Brocken Trockenfutter im Schrank und das Tier bekommt weiches Futter. Entweder in pürierter Form oder Nassfutter.

Die Umgebung

Zugluft, das Wälzen in Pfützen, Jagen, Toben mit anderen Hunden – alles verboten. Eine virale Halsentzündung kann nämlich andere Hunde anstecken. Und ein kranker Hund muss nunmal geschont werden, auch wenn ihm das nicht passt. Die Halsentzündung beim Hund gehört zu den Infektionen, vor denen keiner gefeit ist. Auf dem Ratgebermagazin www.tierisch-gesundes.de findest du weitere hilfreiche, fundierte Artikel, die noch weitere Infektionen – aber auch noch viele andere Krankheitsbilder – und viele informative Tipps bereithält.

Liebe Grüße von Melanie & Martina
Tabus Welt & Tierisch Gesundes

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