Gänseblümchen | Salbe selbst herstellen

Gänseblümchen - Salbe selber herstellen

Gänseblümchen gegen kleine Zipperlein

Gegen jedes Zipperlein ist mit Sicherheit irgendein Kraut gewachsen. Doch mit der Zeit sind einige in Vergessenheit geraten. Diese Kräuter möchte ich nun – auch im Rahmen meiner Arbeit – wieder herauskramen. Schulmedizin hin oder her (sie hat ihre Berechtigung), benötige ich bei kleinen Wehwechen weder Cortison noch Antibiotika, sondern nutze das, was Mutter Natur anzubieten hat.

Heilkunde im Frühjahr

Gerade jetzt im Frühjahr ist die Zeit des Entgiftens, der Reinigung und des Aufbaus des Stoffwechsels angesagt. Dies gibt uns die nötige Energie, das Jahr zu bestreiten. Im letzten Artikel, habe ich Euch bereits den Löwenzahn vorgestellt. Nicht jedermanns Liebling, aber wer ihn in Sachen Heilkunde entdeckt hat, ein echtes Muß.

Als Kind war das Gänseblümchen schon der Renner

So habe ich am Wochenende auch fleißig Salbe hergestellt, quasi einen Jahresvorrat für mich privat und meine Arbeit. Gegen raue Hände und Hautirritationen ein wirklich feiner Helfer. Heute geht es aber um eine weitere Pflanze, die recht zeitgleich mit dem Löwenzahn in den Gärten sprießt. Die Rede ist vom Gänseblümchen. Bereits Kinder haben ihre Freude daran Kränze zu stecken (Haarschmuck) oder im Alter des ersten Verliebtseins, die Blüten zu nutzen um herauszufinden, ob der Herzensjunge einen mag.

Die nächstältere Generation nutzt das Gänseblümchen sogar als Salatzutat oder eben in innerlicher und äußerlicher Anwendung. Und genau da wollen wir heute hinschauen. Was kann dieses Gänseblümchen eigentlich und auf was sollte man beim Sammeln achten?

Wissenswertes über das Gänseblümchen

In Fachkreisen auch bekannt unter dem Namen Bellis perennis gehört das Gänseblümchen zu der Pflanzenfamilie der Korbblüter. Sie trägt sogar noch andere Namen, wie Tausendschön, Maßliebchen, Regenblume und Maiblume. Mit ihren wunderschönen Farben begleitet sie uns von März bis November durch den der Name bellis perennis einfach sehr passend gewählt wurde. Im deutschen übersetzt heisst es nämlich „die ausdauerende Schöne“. Inzwischen nicht nur auf wilden Wiesen zu finden, sondern auch in den hauseigenen Gärten.

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Energietankende Pflanze

Insektenliebhaber legen sogar Blühstreifen- oder beete an, in denen das Gänseblümchen ebenfalls vorkommt. Das Gänseblümchen stellt an seinen Standort recht wenige Anforderungen, so daß es quasi überall zu finden ist. Als heliotrope (immer zur Sonne gerichtet) Pflanze, genießt und saugt sie die Sonnenstrahlen über den Tag hinweg auf. Bei Regen und wenn es Nacht wird, zieht sie sich zurück.

Anwendungsgebiete

Mit der gespeicherten Energie können wir das Gänseblümchen als Heilkraut für innerliche und äußerliche Zipperlein nutzen. So findet sie in Form der Blüten bei einer Erkältung zum Beispiel den Weg in einen wärmenden Tee. Bei Verstauchungen und Quetschungen erstellt man einen Sud und legt diesen über Wickel auf die entsprechenden Stellen. Bei Hautbeschwerden und zur Wundebehandlung erstellt man meistens eine Essenz aus den Blüten, die dann zur Salbe weiterverarbeitet wird. Die Salbe kann man dann zusätzlich auch bei Verstauchungen und Quetschungen anwenden.

Auch kulinarisch ein Genuß

Wer es kulinarisch gerne etwas blumiger und bunter mag, kann sich die Blüten mit in den Salat mischen, eine Kräuterbutter oder einen Kräuterquark machen. Für die Vierbeiner bietet es sich an die Blüten frisch oder getrocknet mit unter das Futter zu mischen. Hier aber Achtung, denn das Gänseblümchen ist harntreibend, daher nicht ganz soviel in den Napf. Neben der Anregung des Stoffwechsels, entlastet es zudem die Leber des Vierbeiners.

Achtsamkeit beim Sammeln

Als Salbe oder Wickel, kann man das Gänseblümchen auch beim Vierbeiner anwenden. Ein Rezept für eine Gänseblümchensalbe stelle ich Euch in diesem Artikel mit zur Verfügung. Beim Sammeln solltet ihr darauf achten, das es nicht zu heiß und nicht zu nass ist. In der Hitze verwelken Eure Blüten sehr schnell, während bei Nässe die „Abrissstelle“ am Stengel durch den Eintritt des Wassers verenden kann. Sammelt auch immer nur soviel wie ihr tatsächlich benötigt, dann haben die Insekten auch noch was zu futtern.

Wer den letzten Beitrag über den Löwenzahn verpasst hat, findet ihn hier. Ich werde in den nächsten Beiträgen eine Art Archiv darunter setzen, so daß ihr immer durchs Kräuterlexikon springen könnt. Und nun zum Rezept 🙂

Rezept: Gänseblümchensalbe

Zutaten:

eine handvoll Gänseblümchen-Blüten
250 ml Sonnenblumenöl
20 g Bienenwachs

Zubereitung:

Du gibst das Sonnenblumenöl in einen Topf und erwärmst es. Nicht überhitzen, denn dann verbrennen dir nachher die Blüten. Wenn das Öl warm ist, gibst du die Blüten hinzu und lässt das Ganze für 20-30 Minuten auf dem Herd ziehen. Anschließend kannst du die Blüten entweder absieben, wenn du eine klare Salbe haben möchtest, oder lässt für ein hübscheres Bild die Blüten einfach im Öl. Nun gibst du zu der Essenz das Bienenwachs hinzu und lässt es auflösen. Ist es vollständig aufgelöst, gießt du die Mischung in eine sauberes Glas. Deckel drauf und umdrehen. Wenn du siehst, das das Bienenwachs anzieht und die Salbe fester wird, kannst du das Glas wieder umdrehen.

Fertig!

Gänseblümchensalbe herstellen

Liebe Grüße
Eure Melanie

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