Fell- und Krallenpflege

_DSC0554Der Herbst ist fast vorüber und es geht wieder los mit dem Fellwechseln. Auf dem Bild seht ihr 3 unterschiedliche Bürsten bzw. einen Kamm worüber wir heute berichten möchten. Denn so einfach war das beim letzten Fellwechsel nicht, das passende Utensil zu finden.

Mein erster Fellwechsel in der neuen Familie war voriges Jahr (2016). Damit es mich nicht ständig juckt, wenn das lose Fell meint sich noch an mir festkletten zu müssen, ging Frauchen kurzerhand in ein Fachgeschäft und kaufte eine handelsübliche Bürste für Hunde (auf dem Bild die mit den 2 Seiten-Bürsten). Wir suchten uns einen entspannten Tag fürs erste Bürsten aus, da ich noch vor allem Angst und Bange hatte. So beäugte ich auch dieses komische Teil namens Bürste erstmal sehr kritisch. Warum hatte es 2 Seiten und warum sah die eine so gemein gefährlich aus? Frauchen beruhigte mich und fing langsam und vorsichtig an, mit der metallenen Seite mein loses Fell raus zu bürsten. Aber sensibel wie ich nunmal bin, sprang ich schon beim 2. Bürstenstrich auf und war in meiner Höhle verschwunden. Frauchen erschreckte sich total, hatte sie doch nichtmal aufgedrückt mit der Bürste. Sie lockte mich also aus der Höhle wieder heraus und versuchte es mit der schwarzen Seite, doch ich hatte die Bürste bereits zum Hassfeind Nr. 1 gemacht.

Also informierte sich Frauchen über weitere Fellwechsel-Helfer, wie Furminator – der schon ausfiel, denn ebenfalls Metall? Brauchte sie mir gar nicht mit ankommen. Dann gab es noch Handschuhe, etwas das aussah wie Bimssteine und eben das Grüne Etwas vom Bild oben. Nicht nur das Frauchen Probleme hatte den Griff ordentlich zu halten (irgendwie war der Griff komisch angepasst), das Teil hatte Noppen! Das kann doch nichts werden. Es tat nicht weh, war auch eher angenehm….allerdings erzielte es nicht den Effekt mein loses Fell raus zu holen.

Wieder durchforstete Frauchen das Internet und sah den o.g. „Bimsstein“, der ratzefatz alles lose Fell raus“kämmen“ sollte. Da sie mich aber nun schon kannte, wollte sie nicht soviel Geld für den nächsten Reinfall ausgeben. Die Recherche im Netz ergab, das man tatsächlich auch mit einem Bimsstein arbeiten könne. Gesagt getan, ab in die Drogerie und für 1 Euro einen Bimsstein besorgt. Ging eigentlich ganz gut, ausser das ich den Abrieb vom Bimsstein dann im Fell hatte und Frauchen versuchte mit Rausstreichen und Pusten das Ganze wieder zu kitten.

Also auch nicht das Wahre. Letzendlich sind wir dann auf den Kamm gekommen. Wie? Keine Ahnung…Verzweiflung? Auf jeden Fall war dies nun mein richtiges Fell-Wechsel Utensil. Wenn der Kamm kommt leg ich mich schon freiwillig hin und warte auf den entspannenden Kamm-Strich, der mein Fell wieder in Topform bringt. Geht wirklich super, holt alles raus was an losem Fell juckt und ist nicht wirklich teuer. Wir nutzen den Kamm für 1 Fellwechsel-Saison und tauschen ihn dann aus. Da ich gerne buddel und durch Schlammpfützen renne, bleiben oftmals soviele verklebte Drecküberbleibsel im Kamm hängen (trotz auswaschen), das wir den Austausch einfach so eingedeichselt haben.

Bezüglich der Pfotenpflege achtet Frauchen immer darauf, das die Krallen nicht zulang werden und ich gut laufen und rennen kann. Das Schneiden ist mir noch nicht so ganz geheuer, da ich nach wie vor nicht gerne mag wenn jemand meine Pfoten anfasst. Okay Frauchen darf nach 1 1/2 Jahren nun, aber auch noch nicht so gerne. Da ich viel und gerne flitze auf unserer Auffahrt, war das Schneiden bisher nur 1x nötig und ging ganz gut. Es sind auf jeden Fall noch alle Krallen und Pfotenabschnitte dran. Hierfür hat Frauchen im Fachhandel eine einfach Krallenschere bzw Krallenknipser gekauft, der die Krallen abzwackt und nicht abquetscht. Am hinteren Teil befindet sich eine bewegliche Scheibe, die man davor setzen kann um nicht zu tief abzuschneiden. So kommen wir gut durch die Zeit und ich sehe immer blendend aus!

Wie wir mein Fell nach einem Matschbad und meine Pfoten im Winter behandeln, erzähle ich Euch in den nächsten Beiträgen.

Liebe Grüße

Euer Tabu

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