Der Strick und ich

Tabu StrickGuten morgen zusammen, das heutige Thema umfasst nicht, das es mir so schlecht geht das ich mir einen Strick nehmen muss – im Gegenteil mir gehts super. Es geht eher um mein leidiges Thema: Grundgehorsam.

Anfangs dachte ich wozu? Ich komme doch prima alleine draussen klar. Ich kann hier rumrennen wie es mir beliebt, buddeln, schnüffeln, mich erleichtern usw. Aber ich bin eben in einem neuen „Rudel“ angekommen und auch hier gelten Regeln – mist.

Heisst nicht, das ich nicht herumtollen, rennen, schnüffeln und spielen darf. Aber es gibt eben auch Grenzen und Regeln die ich befolgen sollte, damit das Miteinander einfach gut abläuft.

Da ich in meiner vorigen Zeit sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe, war es für Frauchen schwierig mich heran zu rufen, da ich schlichtweg keine Lust hatte. Ende vom Lied wäre doch wieder einfangen und reingehen gewesen. So dachte ich zumindest.

Wenn ich also auf der Auffahrt sein konnte, kam auch mal der Punkt das ein Familienmitglied mit dem Auto vom Grundstück runter oder rauf musste. Hierfür musste ich dann kurzerhand an die Leine oder reingehen. Sah ich aber gar nicht ein ehrlich gesagt. Also machte ich ein Spiel draus und ließ Frauchen immer bis auf 1 Meter rankommen und sprang dann wieder weg. Da Frauchen aber nicht doof ist – wie sich herausstellte – informierte sie sich ausgiebig und testete einige Sachen mit mir, bis wir irgendwann den für uns akzeptablen Punkt gefunden hatten (auch mit den Trainern zusammen).

Test 1: Sie rannte mir solange durch den Garten hinterher, bis ich aus der Puste war und sie total genervt. Wir waren dann quasi beide drinnen, aber bindungstechnisch eher durchgefallen.

Test 2: Geschirr mit Griff dran lassen und mit Leckerlis locken. Wenn ich dann rankam, dachte sie mich greifen zu können. Aber ich bin einfach schneller und hatte sowohl das Leckerli und war wieder weg. Resultat: Es war keiner drinnen aber auch hier bindungstechnisch eher Schulnote 6.

Test 3: Da die Bindung noch nicht ausgereift und abgeschlossen war, war dieser Test anfangs wirklich lustig. Frauchen fing an in die entgegen gesetzte Richtung wegzulaufen. Ich dachte hey cool neues Spiel. Ich peste also hinterher und an ihr vorbei durch den Garten. Ende vom Lied….ich auch der Pust und drinnen, Frauchen leicht triumphierend. Aber wir hatten uns dies beide anders vorgestellt.

Test 4: Der Strick! Da Frauchen nicht an mich rankam – ausser mich solange zu scheuchen das ich platt war – und ich auch nicht zur ihr kam, gab der Trainer den Tipp mit dem Strick am Geschirr. Dieser sollte als Verlängerung wirken, wie beim Gassigehen die Schleppleine. Gesagt getan….als ehemalige Pferdefrau hatte Frauchen – natürlich! – einen Strick im Haus. Dieser wurde dann an mein Geschirr angeschnallt und ich durfte damit durch den Garten laufen. Störte mich nicht weiter und ich hatte sogar ein Spielzeug direkt bei mir. Denn ich nahm den Strick ins Maul und rannte damit einfach durch den Garten. Wenn Frauchen mich nun rief in o.g. Situationen kam ich wieder bis auf 1 Meter und wollte mir nur das Leckerli klauen……aber da hatte sie schon den Strick in der Hand, redete mir gut zu und brachte mich rein. Dort bekam ich dann sogar das Leckerli. Für mich stand die Welt kopf und ich hab es anfangs nicht verstanden. Wir übten dies eine Weile, bis der Strick wieder abkam und ich über das Markerwort „hier“ einfach komme, wenn Frauchen ruft. Hierfür haben wir allerdings lange und intensiv an unserer Bindung gearbeitet.

Inzwischen weiß ich wenn Frauchen ruft – egal ob beim Spazierengehen oder auf der Auffahrt – das ich nichts zu befürchten habe, denn sie meint es in dem Moment ja nur gut mir mir. Schön das sie mit mir Querkopf so einen langen Atem hat, denn es macht hier wirklich viel Spaß!

Liebe Grüße

Euer Tabu

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