Bindungstraining

_DSC0344Hallo zusammen, heute berichten wir Euch über mein Training mit Frauchen und wie wir dies so handhaben.

Zu Anfang – also im September 2016 – hatten wir einen Einzeltrainer, der mit uns Bindungsübungen machte, damit ich mich auf Frauchen und nicht auf die Gerüche im Hintergrund konzentriere. Ich hatte also ein Geschirr an und eine 10 Meter-Schleppleine hintendran.

Da ich in meinem vorigen Leben nicht viel Freiheit hatte, wollte ich dies nachholen zum Leidwesen aller anderen. Ich rannte also los, die vollen 10 Meter. Der Trainer hatte meinem Frauchen erklärt, das ich für die Aufmerksamkeit am Anfang die Richtungen wechseln solle. Also kehrtum nach hinten laufen oder im Zickzack oder einen Bogen in die andere Richtung. Über einen winzigen Ruck, der entstand weil Frauchen ja die Richtung wechselte, wurde ich aufmerksam und huschte ihr hinterher. Dort wurde ich dann freudig empfangen und bekam ein Leckerli. Nach einiger Zeit hatten wir den Dreh raus und ich fands total super jedes Mal was zu fressen zu bekommen. Also merkte ich mir, wenn ich auf Frauchen mehr achte erhalte ich ein dickes Lob oder ein Leckerli – perfekt.

Als ich im April 2017 dann drei wurde, entsprang mir dann das Macho-Gehabe und mein Frauchen verzweifelte fast, da sie dachte ich hätte alles verlernt in dem dreiviertel Jahr. Aber hey ich wollte erstmal meinen Weg nun gehen. Also schnüffelte ich wo ich nur konnte, hatte meine Sonntags-Ohren (wie Frauchen es nennt, wenn ich nicht höre) parat und nutzte die 10 Meter Leine voll aus. Herrlich!

Frauchen hatte da aber scheinbar was gegen, denn sie sagte: Hey, wir wollen doch zusammen spazieren gehen und die Welt erkunden, da entdeckt man meistens noch viel mehr“. Hm tja….leuchtete irgendwie ein, aber die Gerüche hier waren doch so super interessant. Also fing das Bindungstraining wieder an. So wie oben beschrieben und wir machten ebenfalls wieder Dinge, die wir anfangs schon durchgeführt hatten.

* Futterration aus der Hand oder erarbeiten
* Kuscheleinheiten (die gibt es natürlich immer)
* neue Spielsachen entdecken (Zergel, Schnüffelteppich, Kong etc.)
* Gemeinsame Aktionen (Grundgehorsam, über Bäume balancieren, durch den Tunnel
huschen)
* auch mal in Frauchens Armen einschlafen

Seitdem läuft es wieder besser, aber wir raufen uns immer noch zusammen. Ich bin eben ein Hund mit Vorgeschichte und Dingen die ich unbedingt aufholen möchte. Frauchen nimmt mir dies auch nicht übel, aber ich denke ich bin manchmal schon ganz schön anstrengend.

Liebe Grüße

Euer Tabu

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